MINT on Tour – experimentieren und studieren

An drei Tagen wurde die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 der Gesamtschule Wenden in Gruppen eingeteilt, um Naturwissenschaft mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunktthemen hautnah zu erleben.

Hauptziel der Tour sei, so erklärte Prof. Dr. Ullrich Pietsch (Dekan der Universität Siegen), die Vorbehalte gegen­über Naturwissenschaften und Technik ab­zubauen. Die Besonderheiten der Tour liegen vor allem im hohen experimentell-praktischen Anteil und der Intensität von Zeit und Betreuung.

Bürgermeister Bernd Clemens lobte das Projekt der Universität Siegen in Zusammenarbeit mit dem ZDI Netzwerk des Kreises Olpe und der Gesamtschule Wenden. Er wies auf die Wichtigkeit der MINT-Fächer im Zusammenspiel von Schule und Beruf hin. “Wenn die Schüler ihre Begeisterung für MINT behalten, könne man damit schon früh einem drohenden Fachkräfte­mangel entgegenwirken.”

Lediglich eine brennende Kerze ist nötig, um durch einen Membranmotor ein Schiffchen im Wasser anzutreiben.

Uni-Tutoren und Lehrkräfte der Gesamtschule Wenden betreuten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam bei der Durchführung und Auswertung der Experimente, die am Ende des Tages mit nach Hause genommen werden durften.

Die Universität Siegen beschrieb als Klassiker der MINT-Tour die sogenannte Schüttellampe, die man nur heftig bewegen muss, damit ihre Energie im leuchtenden Lämpchen sichtbar wird. Und auch der Elektromotor, den man mit Batterie, Magneten, Kupferdraht und Sicherheitsnadeln ganz leicht bauen kann.

Mechanische Energie dokumentierten die Nachwuchs-Wissenschaftler auch mit dem Auto, das sich allein mit einem an der Hinterachse aufgewickelten Gummiband fortbewegte. Spannend waren auch die Versuche mit den Pommesschalen, in die Drähte mit kleinen Platten gelegt und die mit Wasser, Salz und Zitronensaft befüllt wurden. Wenn dann auch noch die kleinen Dioden rot, blau oder grün zu leuchten begannen, mussten für diese galvanischen Versuche mit Kupfer schnell Erklärungen gefunden werden.

Dieter Karrasch (Konrektor der Gesamtschule Wenden) betonte, dass MINT-Projekt verfolgt im Grunde drei Ziele: Es soll einen Anreiz bieten für eine interne Unterrichtsentwicklung, die Studenten dazu anregen, ein neues Lehrer­bild zu entwickeln und Schülerinnen und Schüler  zielgerichtet an die MINT Fächer heran­führen. Hierfür sei die Zusammenarbeit der Gesamtschule Wenden mit außerschulischen Partnern wie der Universität Siegen und dem ZDI Netzwerk des Kreis Olpe besonders wertvoll.