Wenden – Harlingen – Terschelling – Vlieland – Makkum – Franeker – Harlingen – Wenden!

So lautete die Route für die drei Zehner-Klassen, die mit insgesamt sechs LehrerInnen und einem Rettungsschwimmer (man weiß ja nie…;) auf den drei Plattbodenschiffen Poolster, Mars und Actief am Montag nach den Osterferien in See stachen.

Den bewährten Traditionen der ehemaligen Wendener Haupt- und Realschule folgend, hatten sich die 10c, die 10d und die 10e um 5.30 Uhr morgens mit zwei Bussen auf den Weg gemacht, um vom holländischen Festland aus die Watteninseln und das Ijsselmeer zu erkunden. Ankunft in Harlingen gegen Mittag, dann Gepäck und Vorräte an Bord bringen, Kojen belegen, Schiff inspizieren, erste Anweisungen von Skipper und Maat erhalten, bevor es dann auch schon los ging: Terschelling war das erste Ziel – wann würden wir wohl wieder festen Boden unter den Füßen haben? Der Wind blies leider nicht so wirklich kräftig, so dass es länger dauerte, als manche/r wohl erwartet hatte. Für einen Einkaufsbummel blieb nicht allzu viel Zeit, denn um 18 Uhr schließen die Läden.

Am nächsten Morgen dann Aufbruch in Richtung Vlieland – eine kurze Strecke, die aber mangels Wind zum großen Teil mit Motor zurückgelegt werden musste. Der Vorteil der ruhigen See war, dass bereits während der Fahrt gekocht werden konnte und nach dem Mittagessen gegen drei Uhr viel Zeit zur freien Verfügung stand, um das kleine Örtchen zu erkunden, einen Strandspaziergang zu machen, eine Tour mit dem Schnellschlauchboot zu den Seehundbänken zu unternehmen oder sich ein Fahrrad zu mieten. Manch SchülerIn hat wohl seit Grundschulzeiten nicht mehr so viel Spaß auf dem Rad gehabt wie an diesem Nachmittag J Als Höhepunkt veranstalteten einige bei Einbruch der Dunkelheit ein Lagerfeuer am Strand – Würstchen und Stockbrot inklusive.

Makkum am Nordostrand des Ijsselmeeres war am Mittwoch unser Anlaufhafen. Dazu mussten wir aufgrund der Wetterverhältnisse zunächst wieder Richtung Harlingen und dann von dort aus durch die Schleuse ins Ijsselmeer segeln. Segeln? Nein, nicht wirklich L Auch heute waren Motorengeräusch und Dieselgeruch unsere ständigen Begleiter. Natürlich ließen Skipper und Maat immer wieder die Segel hissen, schließlich wollten die SchülerInnen ja was zu tun haben, wenn das Netz auf offener See mal wieder schlechter wurde… 😉  Aber wenn wir uns allein auf die Kraft des Windes verlassen hätten, würden wir vermutlich heute noch unterwegs im Wattenmeer sein… Apropos Netz: ein paar Mutige wagten sich, mit Schwimmweste ausgestattet, am Bug ins Klüvernetz und ließ sich durch die Wellen schaukeln. Hätte jetzt noch die Sonne geschienen, wäre das Urlaubsfeeling perfekt gewesen!

Am Donnerstag ging es wieder über Harlingen durch den Kanal nach Franeker, einem kleinen, sehr malerischen Städtchen, ca. 10 km im Binnenland gelegen. Hier gab es am letzten Abend nochmal einiges zu sehen, zu kaufen und zu verzehren: Chips in allen erdenklichen Formen und Geschmacksrichtungen, die allseits beliebte Chocomel, das ein oder andere Kaltgetränk oder auch Spargelcremesuppe aus der Tüte…

Pünktlich um zwölf Uhr standen am Freitag die Busse in Harlingen am Hafenbecken, um uns wieder ins Sauerland zu bringen. Nachdem man „klar Schiff“ gemacht hatte, freuten sich wohl alle wieder auf die Heimat, die wir wohlbehalten am frühen Abend erreichten. Trotz der für viele ungewohnten Enge an Bord, trotz der Flaute, des bedeckten Himmels und des kühlen Wetters war es eine erlebnisreiche Tour, die allen in Erinnerung bleiben wird!