Schulsanis besuchen die Rettungswache

                                           Schüler helfen Schülern

Der Schulsanitätsdienst der Gesamtschule Wenden hilft im Schulalltag

2IMGP8487a

„Schulsanis in den Sanitätsraum!“ – „Verletzter auf dem Sportplatz!“ Sofort machen sich die Schulsanitäter auf den Weg, um Erste Hilfe zu leisten. Immer dabei sind ihre Notfalltaschen – befüllt mit Verbandpäckchen, Mullbinden, Wundauflagen und weiteren Hilfsmitteln. Die Schulsanitäter kümmern sich um den Sanitätsraum, kommen auf Schulfesten und anderen schulischen Veranstaltungen zum Einsatz, „patroullieren“ nach Dienstplan über den Schulhof, trösten Leichtverletzte, kleben Pflaster, kühlen Prellungen und sind auch dazu in der Lage, bei Zerrungen, Knochenbrüchen und Kreislaufproblemen sachgemäß zu helfen und sogar lebensrettende Maßnahmen einzuleiten. Ein Dienstausweis berechtigt die Schulsanitäter dazu, im Notfall den Sanitätsraum zu betreten und notwendige Utensilien wie Liege oder Trage zu nutzen.

Zur Ausbildung gehört auch der Besuch der Kreisleitstelle für Rettungsdienst, IMGP8483aFeuerwehr und Katastrophenschutz in Olpe. Kürzlich standen die Schulsanitäter der Gesamtschule Wenden morgens um 9 Uhr in Begleitung ihres Ausbilders, Jürgen Spieker vom DRK Wenden vor dem Kreishaus in Olpe. Hier wurden sie von Jan Falke, Leiter der Kreisleitstelle, freundlich begrüßt. „Wir sind 365 Tage rund um die Uhr im Einsatz!“ erklärte Herr Falke. Wenn jemand die Notrufnummer 112 wählt – was die Schulsanis live miterlebten -, nimmt ein Mitarbeiter den Anruf an. Er versucht, die Person zu beruhigen und die notwendigen Informationen zu erhalten, um die Feuerwehr oder den Rettungsdienst möglichst schnell an den Einsatzort zu schicken. „Auf unserem Sportplatz liegt ein verletzter Schüler, vermutlich Beinbruch!“ Diesen Notruf durfte einer der Schulsanitäter über die Notfallnummer absetzen, um dann die Antwort von der Kreisleitstelle zu erhalten. Beeindruckend war die technische Ausrüstung der Arbeitsplätze mit jeweils fünf Monitoren, mit deren Hilfe der Einsatzort in Sekundenschnelle gefunden wird („Hier ist eure Schule!“), Einsätze geplant und Krankentransporte organisiert werden.

Nach einem 30minütigem Gang durch die Stadt – mit einer kleinen Erfrischung zwischendurch – kam die Gruppe an der Rettungswache Olpe an, wo sie vom Leiter der Rettungswache, Daniel Ortmann, in den Schulungsraum geführt wurden. Nach allgemeinen Informationen (Ausbildung, Notfälle) führte Herr Ortmann die Schulsanis durch weitere Räume der Rettungswache: vorbei an den beiden Rutschstangen in Büro- und Ruheräume (24-Stunden-Schicht) sowie in den Aufenthaltsraum mit der angrenzenden Küche. Anschließend ging es nach unten in die Fahrzeughalle, wo die Schüler die Ausstattung eines Rettungstransportwagens kennen lernen konnten. „Wer möchte sich mal auf die Trage legen?“ IMGP8497aHerr Ortmann musste nicht lange warten, bis ein Schulsani dort lag und auf Knopfdruck die Tragenlagerung mit Kopftief- und Kopfhochposition erleben durfte.

 

Die Schulsanitäter konnten an diesem Tag hautnah erfahren, dass der Rettungsdienst ständig mit Notfällen aller Art rechnen muss. Unfälle geschehen überall, natürlich auch in der Schule. Darauf muss man vorbereitet sein, um wirksam und umsichtig helfen zu können. Der Einsatz im Schulsanitätsdienst (SSD) ist immer Teamarbeit. Der SSD fördert das Verantwortungsbewusstsein der Schülerinnen und Schüler, soziale Verhaltensweisen werden antrainiert. Die Kinder lernen, sich mit anderen abzustimmen, sich gegenseitig zu ergänzen und zu unterstützen – eine wichtige Befähigung für den Alltag und die spätere Berufswelt.